Gesundheit

Originalrezept enthüllt: Küchenchef verrät geheimes Rezept für die heiß geliebten "Spaghetti à la Kantine"

Dieser leckere Klassiker kann nun endlich auch ohne Profi-Ausrüstung zubereitet werden

Stuttgart Sie gelten als Lieblingsessen in Kantinen landauf, landab: Spaghetti à la Kantine. Bisher war es sehr schwierig, sie möglichst originalgetreu in den eigenen vier Wänden nachzukochen.

Doch Kantinenkoch Robert Butz (Name zu seinem Schutz von der Redaktion geändert) verrät exklusiv für die Leser des Neuländer Boten das bisher streng gehütete Rezept, das bislang nur von Kantinenchef zu Kantinenchef weitergegeben wurde.

  1. Einen Topf zu einem Drittel mit Wasser füllen und aufkochen lassen. Wenn das Wasser kocht, Spaghetti hinzugeben. Es darf unter keinen Umständen Salz in das Wasser gegeben werden, das würde den feinen Geschmack der Nudeln verfälschen. "Ein Fehler, den viele Laienköche zu Hause machen", erklärt Butz.
  2. Nun lässt man die Nudeln im sprudelnden Wasser etwa 2-3 Stunden kochen. Wenn sie die typische Konsistenz erreicht haben in ein Sieb abschütten und gleich mit viel Öl übergießen, damit sie nicht zusammenkleben. "Hier ist es wichtig ein geschmackneutrales Öl zu nehmen", rät Butz, "ein Öl mit Eigengeschmack, wie Olivenöl zum Beispiel, würde den Nudelgeschmack nur überdecken".
     

Nachdem die Nudeln fast komplett abgekühlt sind kann man sich an die Zubereitung der Soße machen. "Die Soße ist immer das Wichtigste bei guter Pasta", weiß Butz.

  1. Für die geheime Soße bringt man einen Liter Wasser zum Kochen und gibt dann einen halben Teelöffel Tomatenmark unter ständigem Rühren hinzu. "Was für eine schöne Farbe!", freut sich Butz. Doch auch hier gilt: weniger ist mehr. "Der fruchtige Tomatengeschmack darf nicht mit Salz, Pfeffer oder Kräutern verfremdet werden", mahnt Butz, "denn sonst schmeckt es halt wieder nur wie selbstgemacht, aber niemals wie aus der Hand eines Kantinen-Profis".
  2. Zum Schluß müssen die Nudeln und die Soße nur noch liebevoll angerichtet werden. Butz rät, sowohl die Nudeln als auch die leckere Soße mit einer großen Kelle und viel Schwung auf flache Teller zu knallen. Eine Prise Sägemehl darüber streuen und (falls als "Premium-Menü" ausgeschrieben) mit einem angewelkten Blatt Basilikum dekorieren.

Et voilá: der beliebte Klassiker ist fertig. Hmmmm, lecker!

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit! rm

Foto: RobynsWorld (veröffentlicht unter Creative Commons Public Domain Licence CC0)

Experten warnen: Wirkstoff "Drospirenon" kann vorübergehende Unfruchtbarkeit auslösen

Kinderwunsch blieb Konstanze F. und Bernd O. lange verwehrt - der Wirkstoff Drospirenon könnte dafür verantwortlich sein

Oer-Erkenschwick Der Wirkstoff "Drospirenon", der im Medikament "Yasminelle" des Arzneimittelherstellers Bayer bereits für ein erhöhtes Thromboserisiko verantwortlich gemacht wird, hat weitere gravierende Auswirkungen: Er soll zu temporärer Unfruchtbarkeit bei Frauen führen, wie unabhängige Forscher herausgefunden haben wollen.

Während heute vor dem Landgericht in Waldshut-Tiengen bereits wegen der erhöhten Thrombosegefahr verhandelt wird, bereitet sich das Landgericht Oer-Erkenschwick auf die im Januar stattfindende Verhandlung wegen der Beeinträchtigung der Fruchtbarkeit durch das Medikament vor. Die Chancen für die Klägerin Konstanze F. stehen gut. Gutachten mehrerer vereidigter Sachverständiger belegen klar, dass Unfruchtbarkeit eine der häufigsten Nebenwirkungen der drospirenonhaltigen Anti-Baby-Pille "Yasminelle" ist.

"Es konnte in empirischen Studien eindeutig nachgewiesen werden, dass der Wirkstoff Drospirenon vorübergehend unfruchtbar macht", bestätigt auch Laborleiter Prof. Dr. Reinhard Bergfeld auf Nachfrage des Neuländer Boten.

Es war für Konstanze F. ein großer Schock, aber auch eine Erleichterung: Sie und ihr Lebensgefährte Bernd O. hoffen schon seit Jahren erfolglos auf Nachwuchs. Dabei haben sie kaum etwas unversucht gelassen, die Beziehung wäre beinahe daran zerbrochen. Nun kennen sie den Grund: Die Anti-Baby-Pille war dafür verantwortlich. Neben der Hoffnung auf Schadensersatz wollen die beiden auch vor Gericht ziehen, um anderen Paaren in der selben Situation zu helfen.

Die beiden schauen positiv in die Zukunft: Sie wollen nun versuchen, das Medikament vorübergehend wegzulassen und hoffen, dass sich der lang ersehnte Kinderwunsch nun endlich erfüllt. rm

Foto: TawnyNina (veröffentlicht unter Creative Commons Public Domain Licence CC0)

Neuer Lebensmittelskandal: Restaurant täuscht Gäste und servierte in mehreren Fällen falsch deklariertes Fleisch

Berlin So eine dreiste Täuschung war Lebensmittelkontrolleur Armin Wegmann in seiner 30-jährigen Tätigkeit für den Wirtschaftskontrolldienst noch nicht untergekommen: Ein Lokal servierte nachweislich in mehreren Fällen Fleisch falsch deklarierter Herkunft. "Der Pferdefleischskandal vor ein paar Jahren war schon ziemlich schlimm", erinnert sich Wegmann, "... aber das hier, das übertrifft alles".

In den Tagen zuvor hatten sich verdeckte Inspekteure seiner Behörde anonym in das Lokal begeben, um heimlich Proben der servierten Gerichte zu nehmen. Im Labor konnten sie schließlich letzte Gewissheit erlangen, dass hier tatsächlich ein gigantischer Etikettenschwindel vorliegt.

Erstmals aufgefallen war das Restaurant bei einer routinemäßigen Steuerprüfung: Die aufmerksamen Prüfern stellten fest, dass auf den Lieferscheinen der letzten Jahre gar nicht alle Schnitzelarten aufgeführt waren, die auch auf der Speisekarte angepriesen wurden.

So soll z.B. kein einziger Lieferschein die Lieferung von Rentner-, Jäger- oder Kinderfleisch an das Restaurant belegen. Lediglich Rind-, Kalb-, Schweinefleisch und Geflügel würde regulär bezogen und den arglosen Kunden als Jägerschnitzel oder Kinderschnitzel verkauft.

"Grundsätzlich sind Schnitzel aus Schweine- oder Kalbsfleisch nicht gesundheitsschädlich", erklärt Wegmann, "aber es ist halt eine ungehörige und freche Täuschung der Kundschaft, die bei einem Jägerschnitzel zu recht auch erwarten kann, dass ihnen frischer Jäger aufgetischt wird, und nicht irgend ein anderes Fleisch untergeschoben wird".

Der Betreiber des Lokals gibt sich indes einsichtig und gibt die Täuschungen – auch auf Grund der eindeutigen Faktenlage – zu. Er behaupte zwar, er habe damit nie ausdrücken wollen, dass ein Kinderschnitzel aus Kinderfleisch oder ein Rentnerschnitzel aus frischen Rentnern hergestellt werde, sondern dass es für diese zubereitet werde. Nachdem die Ermittler ihn jedoch fragten, für welche Käuferschichten er denn dann das Schweineschnitzel anböte, konnte der Betreiber keine schlüssige Antwort liefern. rm

Foto: Tobias, veröffentlicht unter Creative Commons Public Domain License CC0

Absolut ekelhaft! Komplett verschimmelte Milchprodukte in zahlreichen Supermärkten aufgetaucht

Widerlich: Schimmel in Käseprobe schon mit dem bloßen Auge erkennbar

Kassel Ein ekelhafter Fund beschäftigt derzeit die hessische Lebensmittelkontrollbehörde: Bei einer Routinekontrolle einer Frischetheke eines Supermarktes stießen die Kontrolleure auf mit Schimmelpilzen und Rotschmierbakterien kontaminierte Käsesorten. Das Verwesungsstadium vieler Käsesorten sei schon derart fortgeschritten, dass es mit dem bloßen Auge erkennbar sei. Außerdem begleite ein starker Geruch den Verfall, wie "Food-Inspector" Georg Bleichstätter erklärte.

Als besonders schlimm von blauem Schimmel verunreinigte Sorten wurden u.A. Gorgonzola und Roquefort sichergestellt. Einige Camembert seien aufgrund starken Befalls mit weißem Schimmel komplett überwuchert. Aber auch starker Bakterienbefall mit Rotschmierbakterien ließ sich an Sorten wie Romadur oder Taleggio nachweisen. Die betreffende Käsetheke wurde sofort geschlossen und für weitere Untersuchungen versiegelt.

Doch es scheint sich um keinen Einzelfall zu handeln: Vergleichsproben in anderen Käsetheken lösten gleich eine ganze Lawine von Ermittlungen aus. Man könne die Fälle alle gar nicht alle bis ins Detail untersuchen, so überrollt wurden die Lebensmittelkontrolleure von diesem Lebensmittelskandal. Kaum eine Käsetheke, in denen keine Schimmelsporen oder Rotschmierbakterien nachgewiesen werden konnten.

Doch das muss ich ändern. "Schimmel in der Käsetheke geht gar nicht", moniert Bleichstätter, "der Handel hat hier noch ganz großen Nachbesserungsbedarf". Bleichstetter und sein Team sehen hier aber auch den Gesetzgeber gefordert, denn noch darf seine Behörde keine Strafen bei derartigen Hygienevergehen verhängen. rm

Foto: by Zerohund, published at the German language Wikipedia, used under a CC BY-SA 3.0 Licence

Arsen im Bodensee - Deutsche Bahn erweitert Angebot um Arzneimittel

Bodensee mit Arsen-Einleitungsstation auf Insel Lindau vom Pfänder aus

Lindau Wie gestern bekannt wurde, fließt bereits seit Jahrzehnten mit Arsen und weiteren Schwermetallen hoch belastetes Wasser vom Bahnhof Lindau in den Bodensee - der Trinkwasserversorgung für ca. 5 Millionen Menschen. Der Umweltmediziner Prof. Dr. Dennis Nowak von der Ludwig-Maximilians-Universität München findet die Meßwerte sogar erschreckend: "Arsen ist ein Stoff, der beim Menschen erwiesenermaßen Krebs verursacht - und zwar Lungenkrebs, Hautkrebs, Nierenkrebs, Blasenkrebs. Das ist ein ernsthaftes Problem, und da muss nach meiner medizinischen Einschätzung ganz sicher etwas passieren."

Die Bahn lässt auch nicht auf eine schnelle Reaktion warten. Zwar wolle man nichts unternehmen, um die weitere Verseuchung des Wassers zu stoppen, doch sehe man trotzdem eine Lösung für das Problem, wie Bahnsprecher Holger Lutz heute morgen mitteilte:

"Bei der klassischen homöopatischen Behandlung nach Samuel Hahnemann werden Wirkstoffe extrem potenziert (= verdünnt, Anm. d. Red.), so dass der Wirkstoff selber oft nicht mehr nachgewiesen werden kann", erklärt Lutz. "Kritiker der klassischen Homöopathie führen dazu gerne wort-wörtlich den Vergleich an, die Verdünnung sei so stark wie ein Tropfen des Wirkstoffes im Bodensee." Darüber hinaus sei derart potenziertes Arsen auch als homöopathisches Heilmittel unter dem Namen "Arsenicum Album" bekannt, das unter anderem bei Angstzuständen und bei Lebensmittelvergiftungen therapeutisch eingestzt werde.

"Da haben Sie's!", triumpfiert Bahnsprecher Lutz, "Wir stellen mit unserem Arsen im Bodensee quasi ein homöopathisches Heilmittel her, das gleichermaßen evtl. eintretende Lebensmittelvergiftungen durch das Arsen im Trinkwasser gleich wieder kurriert." Auch die ganzen anderen Wirkungen seien nicht zu unterschätzen, so helfe Arsenicum Album auch bei Erschöpfung, Durchfall, brennenden Schmerzen, usw. Das Trinkwasser werde also zu einer regelrechten Kur, freut sich Lutz.

Doch selbstverständlich könne die Bahn diese 'homöopathische Kur' nicht kostenlos jedem Bürger zukommen lassen. Man werde daher eine monatliche Arzneimittelpauschale von 6,95 Euro pro Person über die Wasserversorger mit einziehen. Erste Rechnungen seien heute bereits verschickt worden. Ob man diese Rechnungen von den Krankenkassen wieder erstattet bekomme, werde derzeit geprüft.

"Gestern gab es noch eine große Hysterie über das Gift im Trinkwasser, aber Gott sei Dank konnten wir alle Wogen glätten." Daher brauche sich auch niemand vor dem hochgiftigen Arsen im Trinkwasser fürchten, beruhigt Lutz, "und sollten Sie doch vor dem Arsen Angst haben, trinken Sie viel Leitungswasser, Arsenicum Album heilt, wie bereits gesagt, auch Angstzustände." rm

Foto: in public domain