International

Koreakrise verschärft sich: Kim Jong-un lässt Wasserbombe testen

Auf langen Konflikt vorbereitet: Nordkoreas Wasserbomben-Arsenal ist bis zum Rand gefüllt

Pjöngjang Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist erneut sehr angepannt, nachdem der oberste Führer Kim Jong-un stolz den Test einer Wasserbombe verkündet hatte. Das staatliche nordkoreanische Fernsehen meldete, der Test sei erfolgreich verlaufen.

Nordkorea hat damit international für Empörung gesorgt, selbst der enge Verbündete China verurteilte das Vorgehen Kim Jong-uns. Ballonexperten und die US-Regierung äußerten allerdings Zweifel, ob das Land tatsächlich im Besitz von Wasserbomben sei.

Berichten zufolge soll Kim Jong-un den Test der Wasserbombe selbst angeordnet haben – genau zwei Tage vor seinem Geburtstag am 8. Januar. Insider und Kenner der politischen Lage gehen daher davon aus, dass es um seinen Geburtstag herum noch weitere Tests geben könne. So werde befürchtet, es könne auch noch zu Tests von Topfschlagen oder Sackhüpfen kommen. rm

Foto: JuZ_SL (veröffentlicht unter Creative Commons Public Domain Licence CC0)

Hoher Staatsbesuch bei G7-Gipfel: Bundeskanzlerin Merkel zu Besuch in Deutschland

Krün Auf Schloß Elmar in der Gemeinde Krün im Landkreis Garmisch-Partenkirchen tagen derzeit die Staatschefs der G7-Gruppe, einem Bündnis der sieben bedeutendsten Industrienationen (außer China, Indien, Russland, Brasilien, Mexiko und Südkorea).

Die Organisatoren freuen sich besonders darüber, dass auch die mächtigste Frau der Welt, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel, persönlich für das Treffen nach Deutschland angereist ist. "Es ist schon eine besondere Ehre, Frau Dr. Merkel in Deutschland begrüßen zu dürfen", freut sich Pressesprecher Manfred Siebel, "gerade die deutsche Bevölkerung fühlt sich der Bundeskanzlerin im besonderen Maße verbunden." Das zeigten insbesondere auch zahlreiche Umfragen der letzten Jahre, die Angela Merkel in Deutschland deutlich höhere Sympathiewerte bescheinigen als der deutschen Bundesregierung.

Aber auch Frau Merkel scheint ein gewisses Faible für Deutschland zu haben: Sie soll so zum Beispiel die Landessprache nahezu akzentfrei beherrschen und sogar deutsche Vorfahren in ihrem Stammbaum haben.

Frau Merkel habe auch ohne langes Zögern ihre Teilnahme zugesagt, berichtet Siebel nicht ohne gewissen Stolz in der Stimme, schließlich lägen der Bundeskanzlerin auch die weltpolitischen Themen auf der Tagesordung persönlich sehr am Herzen.

Es sei nur bedauerlich, die Spitzenpolitikerin nicht über das Gipfeltreffen hinaus als Gast in Deutschland beherbergen zu können, denn wichtige Termine zwingen die vielbeschäftigte Politikerin zur baldigen Abreise. "Das ist sehr schade", bedauert Siebel, "es wäre auch höchst interessant gewesen, ihre Ansichten zu den politischen Fragen Deutschlands zu hören", auch wenn er natürlich wisse, dass es vermessen sei, die mächtigste Frau der Welt mit solchen Banalitäten zu belästigen.

Doch vielleicht bietet sich diese Gelegenheit bei einem ihrer nächsten Besuche in Deutschland. Spätestens 2022 werde sie voraussichtlich wieder in Deutschland zu Besuch sein, wenn das G7-Treffen das nächste Mal in Deutschland stattfinden wird. rm

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Entwarnung: Weltuntergangsuhr steht erst auf 3 vor 11 weil Umstellung auf Winterzeit vergessen wurde


Korrekt: Weltuntergangsuhr in Winterzeit

Chicago Die "Weltuntergangsuhr" des Bulletin of the Atomic Scientists zeigt seit 1947 symbolisch an, wie hoch die Gefahr eines Weltuntergangs aufgrund der aktuellen politischen Lage ist. Es war Ende der vergangenen Woche zuerst ein kleiner Schock, als die Nachricht die Runde machte, die Weltuntergangsuhr sei am 22. Januar durch den Expertenrat, dem derzeit immerhin 17 Nobelpreisträger angehören, auf "3 vor 12" gestellt worden.

Diese brisante Gefahrenstufe gab es zuletzt 1984 zum Höhepunkt des kalten Krieges und sorgte in den letzten Tagen bei Experten weltweit für Besorgnis.

Wie heute jedoch bekannt wurde, hatten die Wissenschaftler im Herbst schlicht vergessen, die Weltuntergangsuhr eine Stunde zurück auf Winterzeit umzustellen. "Ein peinlicher Fehler", gesteht Pavel Petrovnikov zerknirscht ein, "das hätte mir nicht passieren dürfen".

Doch nachdem diese Korrektur nun vorgenommen wurde, steht die Weltuntergangsuhr korrekterweise auf "3 vor 11". Damit kann – zumindest bis zur Umstellung auf Sommerzeit im März – auch wieder Entwarnung gegeben werden. rm

Besorgniserregende Zustände: Polizei steht Welle von Sprengstoffanschlägen fast machtlos gegenüber

Ausnahmezustand: Stadt wird von Explosionen an mehreren Orten gleichzeitig getroffen

Brüssel Wie Interpol heute in einer eilig einberufenen Pressekonferenz mitteilte, herrsche in weiten Teilen der Welt besordniserregende Zustände. Eine ganze Welle von Sprengstoffanschlägen rolle derzeit durch weite Teile Europas. Zwar hätten die einzelnen Explosionen eine relativ begrenzte Schadenswirkung und hätten bisher weder Personen schwerer verletzt noch Gebäude zu Schaden gebracht, dennoch sehe man sich aufgrund der Menge und der großen Verbreitung quasi machtlos.

Es scheine, als seien die derzeitigen Sprengstoffanschläge nur ein Vorgeplänkel für ein bald anstehendes großes Explosionsinferno. Interpol geht davon aus, dass es vielerorts lokale Verbündete gäbe, die auf ein bestimmtes Zeichen oder zu einer bestimmten Uhrzeit noch weit massiver Sprengkörper zünden werden.

Auch scheinen die Täter weder Unrechtsempfinden noch Gewissenbisse zu kennen. Vielerorts treten sie daher unvermummt auf und zünden ihre Sprengsätze bei hellichtem Tage. Gedeckt würden die Taten von zahlreichen Sympatisanten, die seelenruhig den Tätern zuschauen und die Sprengstoffanschläge nicht zur Anzeige brächten.

Sowohl Interpol als auch die nationalen Polizeibehörden werden alles daran setzen, dass Täter und Unterstützer gefasst und bestraft werden und bitten daher um sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. rm

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Europawahl 2014 - Navigationsgeräte müssen nach Rechtsruck neu justiert werden

Brüssel Nachdem gestern die ersten Ergebnisse der EU-Wahl vorlagen, fielen zahlreiche Navigationssysteme aus oder lieferten unbrauchbare Ergebnisse. Nach ersten Untersuchungen eines eigens gegründeten Untersuchungsausschusses mit hochrangigen Experten verschiedener Navigationsgerätehersteller konnte ein möglicher Grund für die Fehlfunktionen auch schon gefunden werden: Europa ist erschreckenderweise ein ganzes Stück nach rechts gerückt. Daher stimmen die in der Navi-Software gespeicherten Landkarten-Koordinaten nicht mehr mit der Realität überein.

Doch die ersten Navigationssystem-Hersteller liefern bereits Software-Updates aus, die diesen Fehler beheben. "Die Lösung ist letztendlich ganz einfach", erklärt Bernhard Astar, Pressesprecher des Navi-Herstellers JimJim. Man müsse einfach den Längengrad (Longitude) um einen Offset von +1.33207 Grad korrigieren. Dies entspreche in etwa einer Verschiebung nach Rechts um 110 Kilometer und gleiche (zumindest rein rechnerisch) den Rechtsruck über diese Transformation der Kartendaten wieder aus.

Nur Frankreich und Dänemark habe es schwerer getroffen, so Astar. Hier betrage der Offset mindestens +3.14159 Grad. "Das ist schon ganz schön erschreckend", findet Astar.

Eine schnelle Interimslösung für das Problem scheint damit nun gefunden worden zu sein. Astar rät der EU jedoch, das Problem ernst zu nehmen, und sich bei der Suche nach weiteren Problemlösungen nicht nur auf das Schönrechnen von Zahlen zu beschränken. Denn ob sich der komplette Schaden durch einfache Algebra wieder beheben ließe, sei fraglich. rm

Foto: © Jörg Kleinschmidt / pixelio.de